Erfahrungsbericht Auslöse (Freikauf aus humanitaeren Gruenden aus der JVA MG)


 

28.04.2006

Vorgeschichte
erstellt von Karin Dollendorf 28.04.2006

Am 26.04.2006 erhielt ich im Büro einen Ersten Anruf von Wendolin Weber aus der geschlossenen JVA MG,
in der er mir mitteilte, dass er mich bittet, eine Einsteilige Verfügung bei der Staatsanwaltschft Düsseldorf zu erwirken,
da er sich seit dem 20.04.2006, anstatt im offenen Vollzug,
im geschlossenen Vollzug befindet
und es sich um eine haftverschäfende Massnahme handelt.

Seiner Meinung nach, sollte ich am Besten seinen Anwalt,, aus diesem Verfahren einschalten.
Er ist freiwillig, ohne Ausstellung eines Haftbefehls, fristgerecht am 20.04.2006
zur Abgeltung seiner 40 Tagessaetze a 8,00 Euro
 in der
JVA - offener Vollzug - erschienen.

Nach Rücksprache mit seinem Anwalt am 26.04.2006, der mir erzaehlte, die Staatsanwaltschaft habe keinen Einfluss darauf
wenn der offene Vollzug belegt ist, wo er dann hin kommt,
(natuerlich stellt die Behoerde Staftantrittsbefehle willkuerlich fuer den offenen Vollzug aus,
da sowieso der geschlossene Vollzug greift -Annahme von mir-Oder?)
notierte er sich die JVA´ s und wolle mal gucken, was er machen kann.

Er verstehe sowieso nicht, warum Wendolin Weber in den offenen Vollzug gekommen ist.

Da ich davon ausgehen konnte, wenn er schon solche Kommentare macht,
dass sich sein Antrag auf Einstweilige Verfügung bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, bzw. Vollstreckungskammer,
wieder hinziehen würde, habe ich
am 27.04.2006, selber unter Berücksichtigung meiner Generalvollmacht von Wendolin Weber,
 einen Antrag auf Einstweilige Verfügung und Verlegung in den Offenen Vollzug gestellt.
Eine Kopie erhielt der geschlossene Vollzug gefaxt.
Mittlerweile lagen meiner Familie auch zwei Briefe von Wendolin Weber vor, in denen er schrieb, dass er trotz ärztlicher Verordnung keine
Laktosefreie Kost erhalte, was zu Durchfaellen fuehrte und er in seiner verdrecksten Zelle massiv unter Allergie leide.
- Bei einer Grunderkrankungwie Morbus Crohn keine schoenen Aussichten -.


Am Morgen des 28.04.2006 faxte ich sicherheitshalber der JVA - offener Vollzug - meinen Antrag auf Einstweiliger Verfügung durch.

Gegen 8:30 Uhr ging im Buero ein Anruf von Wendolin Weber, in dem er nachfragte ob ich ihn für 248,00 Euro,
die ihm geleihen werden sollten, damit man ihn ausloesen , sprich " Freikaufen" koenne,
da es ihm durch die Laktosekost nicht gut ginge.
Es sollten aber nicht mehr als die restlichen Tagessaetze gezahlt werden,
da er freiwillig die Haftstrafe angetreten hat und
der Sozialdienst ihm das bestaetigt hatte.
Wenn mehr gezahlt werden soll, soll man es lassen.

Aber falls es geht, muesse es noch heute sein (wegen der Feiertage).
(Ich sollte mit dem Sozialarbeiter sprechen).

Wendolin Weber war der Meinung, es wuerde dann so abgewickelt, so seine Information.

Ich rief die geschlossene JVA an und wollte jemanden in Sachen Ausloese Wendolin Weber sprechen.
Man verband mich mit VZ einem Herrn Müller, der mir auf Nachfrage hoehnisch mitteilte: " Da muessen sie aber viel Geld mitbringen".
Diesen Betrag muesse ich nicht bei ihm, sondern beim zustaendigen LG einzahlen.
Eine Ausloese nur durch Zahlung der restlichen Tagessaetze reiche nicht. Daraufhin wollte ich den Sozialdienst, einen
Herrn Scheubrink sprechen. Den kannte VZ Müller nicht.
Da ich mir den Namen beim Telefonat mit Wendolin Weber recht unleserlich aufgeschrieben hatte, war dieser Name Schubrink.
Also sagte ich VZ Müller, dann einen Herrn Schubrink. Den kannte er wohl. Es gab ja auch nur einen Sozialarbeiter. Er hatte wohl etwas
Zuordnungsschwierigkeiten bei nur einem Sozialarbeiter, den ich faelischerweise Scheubrink anstatt Schubrink nannte.
Er verband mich zum Sozialarbeiter, der aber von 9:00 - 9:30 Uhr Fruehstueckspause hatte.
Diesen konnte ich dann 5 Minuten vor Ablauf seiner wohlverdiensten Frueckstueckspause erreichen.
Auf Nachfrage nach der Ausloese durch Begleichen der restlichen Tagessaetze, teilte er mir mit, ich muesse alles bezahlen wenn Wendolin
Weber freigelassen werden soll. So habe er es auch ihm beim Gespraech erklaert. Ausserdem wuerde Wendolin Weber physisch auffaellig, da
er am Fenster stehe und zum Gericht riefe.  Aber seine Akte sei ganz duenn und er koenne nichts  feststellen.

- Im wahrsten Sinne des Wortes hat hier Wendolin Weber das Gericht angerufen, da ihm ersteinmal jeglicher Kontakt zur Aussenwelt

versagt wurde -.
Noch nicht einmal ein Anruf bei seinem Anwalt !

Herrn Schubrink sagte ich, dass Wendolin Weber auch schon einiges mitgemacht hat. Worauf er mitteilte, davon habe er im Gespraech mit
Wendolin Weber nichts erfahren.
Da  somit eine  Ausloese  durch  Zahlung der Tagessaetze nicht erfolgen konnte, bat ich Herrn Schubrink, Wendolin Weber, mitzuteilen,
dass somit eine Ausloese nicht stattfinden wuerde. Er wollte es dann weitergeben. Im nachhinein wurde bekannt, dass eine Mitteilung nicht
erfolgt ist.

Nun machte ich mir so meine Gedanken und kam zu dem Schluss:
Entweder haelt Wendolin Weber durch, was bei einer Grunderkrankung von Morbus Crohn, Allergie und Laktoseintolerenz, sehr schwierig ist,
oder er wird "Krank" durch stattliche Organe gemacht und sogar noch willkuerlich in die Physchiatrie eingewiesen.
Aufgrund der gesundheitlichen Situation und der Haft-/Rahmen-Bedingungen,
 sah mich genoetigt Wendolin Weber trotz Absprache, durch Zahlung des vollen Betrages freizukaufen.

Also rief ich VZ Müller noch einmal an. Ich wollte wissen  wann die Oeffnungszeiten der Gerichtskasse sind. Worauf er mir  schnippisch
antwortete, darum muesse ich mich selber kuemmern, er kennt auch nicht meine Arbeitszeiten.
- Bei mir im Buero ist es so, dass wenn jemand seine Rechnung bezahlen will, ich ihm auch die Oeffnungszeiten mitteile.
Aber offensichtlicherweise hat der Staat soviel Geld, das er kein Geld braucht!! Was wieder zu Lasten der Steuerzahler geht -.

So gegen 10:30 Uhr war ich beim LG- Gericht angekommen. Was war? Die Kasse war geschlossen.
Ein Bediensteter, den ich fragte ob eine Kasse auf habe, teilte mir mit, ich solle ruhig vor der Tuer warten, es wuerde nur eine Kassenpruefung
stattfinden, die etwa eine viertel Stunde dauert. Somit war warten angesagt.
Nach einer viertel Stunde wurde die Gerichtskasse wieder aktiv.  Ich trat ein, sagte ich wolle Wendolin Weber ausloesen.
Die Kassiererin nahm ihren Quittungsblock, setzte meinen Namen ein, da ich ihr das Schreiben des Antrages auf Einstweiliger Verfügung, mit
den Gerichts- und Aktenzeichen vorlegte.
Ich sagte ihr, sie muesse noch bei VZ Herrn Mueller wegen des Betrages (248,00 EURO) anrufen. Was sie dann auch mit den Worten " Ich habe hier eine Ausloese, ich glaube bei dem schoenen Wetter wollen alle spazieren gehen. Es geht um Weber", tat.
VZ, Herr Müller, hatte jetzt wohl ein paar Schwierigkeiten, die Akte Wendolin Weber, zu finden und wollte zurueck rufen.
Ich lies also die Leute, die nach mir an der Kasse standen vor. Als keiner mehr da war, setzte ich mich in den Kassenraum und wartete.
Ich sagte der Kassiererin, dass es jetzt aber bei VZ, Herrn Mueller lange dauern wuerde und er vorhin schneller war.
VZ, Herr Mueller rief dann an, wobei die Kassiererin sagte: " Also zu den 248,00Euro auch noch die Gerichtskosten"?
Was wohl bejaht wurde. Er wollte noch Kassenzeichen und STA Aktenzeichen durchgeben. Worauf sie ihm sagte, dass sie diese schon habe, da
ich alles mitgebracht haette.

Der einzuzahlende und zu begleichende Betrag lautet 2.009,65 EURO.
Dieser Betrag muss bezahlt werden.
Durch mein Gefühl, bedraengt, von oben herab behandelt und genoetigt zu werden, in keinsterweise über Rechte und
Pflichten aufgeklärt, habe ich den vollen Betrag einzahlen muessen.

Ich bekam meine Quittung und sollte damit zur JVA gehen, diese vorlegen und dann wuerde Wendolin Weber freikommen.

Die Ecke rum. Da war die JVA.
Vor mir brachten zwei Kriminalleute einen Mann zur Eingangtuer. Ich hinterher.
Da es sich um eine Einweisung handelte, man mich aber nach meinem Anliegen fragte und ich mitteilte, eine Ausloese, sollte ich meine
Quitung da lassen und nocheinmal nach draussen gehen. Ich wuerde dann reingerufen.
-Mein Erster Gedanke: Oder auch nicht! Hast ja keine Quittung mehr. Also was willst du hier-.
Ich sagte es so, wie ich es mir gedacht hatte und bekam bis zum Eintritt, meine Quittung wieder.
Nun folgte wohl der schriftliche Kram. Ich musste meinen Personalausweis und die Quittung abgeben. Im Vorraum sollte ich
dann eine halbe Stunde warten.
Wendolin Weber wurde dann mit Sack und Pack in den Vorraum gebracht. Seine Augen waren tierisch von einer Allergie gereizt.
Er meinte: "Das haettest du nicht machen sollen. Die haben dich abgezockt. Denn ich bin Selbststeller"!!!
Du haettest nur die Tagessaetze zahlen muessen.

Er bekam seinen Entlassungsschein, den er nunmehr 6 Wochen mit sich zu führen hat, da er noch nicht im Polizeicomputer geloescht sein kann.
- Eine Eingabe an den Zentralrechner haette eigentlich genuegt, der den Entlassungstermin bestaetigt. Es ist allen bekannt, dass Behoerden untereinander vernetzt sind. Aber aus irgentwelchen Gruenden, sei es Menschen einzuschuechtern oder zu aengstigen, klappt die Vernetzung
nur Menschen zu jagen und nicht zu entlasten -.

Im übrigen erhielt ich keine Quittung und kann mir von Wendolin Weber eine Kopie meiner Quittung machen.

Warum bekomme ich keine eigene Quittung?

Wuerde er seinen Beleg verlieren oder er, weil er irgentwo noch im Computer steht, festgenommen,
habe ich keinerlei Beleg ueber die gemachte Einzahlung.

Ist das Vorsatz, Diskriminierung oder Sexismus??????

Ich danke hiermit allen lieben Menschen, auch meiner Mutter, die sich seit Jahren  für die Famile Weber einsetzt, es mir ermoeglicht  haben,
einen aufrichtigen Menschen " Frei zu kaufen ".







 
 
 
 
 

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